Literatur

(2017) Cora van der Kooij. Das mäeutische Pflege- und Betreuungsmodell. Darstellung und Dokumentation.

Die Urheberin der Mäeutik in der Pflege beschreibt in diesem erfolgreichen einführenden Werk die Grundlagen, Hintergründe und Perspektiven von ihrem mäeutischen Pflege- und Betreuungsmodell. Sie verbindet dieses Modell mit der ursprünglichen Theoriebildung über Pflege und Betreuung und Pflegeprozess der frühen Pflegetheoretiker Peplau, Orlando, Neumann und andere. Sie plädiert für eine ‚altneue‘ Sichtweise auf den Pflege – und Betreuungsprozess, insoweit es sich um den Pflegeprozess in der Alten- Langzeit und Behindertenbetreuung handelt. Sie definiert diesen Prozess als ‚die Begleitung des Bewohners bzw. des Patienten in seinem Prozess von Krankheit, Heilung oder Verlusten. Dieser Prozess beinhaltet vier Phasen: Empfang und Einzug, Eingewöhnungsphase, Wohnfase und Abrundung- oder Verabschiedungsphase. Dabei geht sie auf die Entbürokratisierung ein und befürwortet diese der Dokumentation in Deutschland. In dieser neuen Auflage sind zwei Kapitel über Demenz und Demenzbetreuung aufgenommen, die auf ihrer Doktorarbeit beruhen.

2. ergänzte und erweiterte Auflage. Bern: Hogrefe.

Bern: Hogrefe.

(2015) Cora van der Kooij. Die Magie der Bewohnerbesprechung. Die Mäeutik Toolbox für Teams in der stationären Langzeit-, Alten- und Behindertenbetreuung.

Ein Praxis- und Dokumentationshandbuch, das die Bewohnerbesprechung als zentrales Werkzeug und Instrument des mäeutischen Pflege- und Betreuungsmodells vorstellt, begründet, visualisiert und an Beispielen erläutert. Der Begriff Fallbespechung ist tabu, denn alle Bewohner sind Personen mit mit eigenen Gefühlen und Bedürfnissen. Die Bewohnerbesprechung trägt bedeutend zur Teamentwicklung bei. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lernen von einander, schätzen einander. Sie haben alle ihre eigene Beziehung mit Bewohern und ziehen dennoch am gleichen Strang. Wenn möglich und angebracht können Bewohner und Angehörigen an der Bewohnerbesprechung teilnehmen. Die wechselseitige Anerkennung wächst, es entsteht eine einladende Kultur von Wärme und Nähe.

(2012) Cora van der Kooij. Ein Lächeln im Vorübergehen. Erlebensorientierte Altenpflege mit Hilfe der Mäeutik.

Die Urheberin der Mäeutik, inspiriert von Sokratres, bezeichnet Mäeutik in der Pflege als Hebammenkunst für Pflegetalent und Pflegeprofessionalität. Sie beschreibt wie Pflegende und Betreuer mäeutisch, das heißt bewusst, professionell und erlebensorientiert pflegen können. In diesem Buch finden Sie in Kapitel 6 und 7 eine Beschreibung des Kernkonzeptes aus dem Modell, das ‘Suchend reagieren’. Pflegende versetzen sich in die zu versorgende Person hinein und verbinden sich mit ihr. Dabei ist Pflegearbeit emotionale, sogar existentielle Arbeit. Deshalb beschreibt die Autorin in diesem Buch auch die gefühlsmäßigen Spannungsfelder der Pflegenden, wie Nähe und Distanz oder Routine versus Flexibilität und Freiraum. Sie erwähnt Fallgruben wie das ‚Engelsyndrom‘ und das ‚Eisbergphänomen‘. Auch zeigt sie wie das Management und die Organisation die Pflegenden und Betreuenden in ihrer Arbeit unterstützen können. Es kommt darauf an, ein ‚Implementierungsklima‘ zu bieten, damit die Mitarbeiter sich eingeladen fühlen nach ihrem Herzen zu arbeiten, ohne in Gefühlen zu ertrinken oder gefühlsmäßig ab zu schalten.

Bern: Hogrefe. 2. ergänzte Auflage.

(2006) Christine Hallwirth-Spörk. Merkmale der sokratische Methode im mäeutischem Pflege- und Betreuungsmodell von Cora van der Kooij.

Christina Hallwirth-Spörk ist zuständig für den stationären Bereich der Caritas Sozialis in Wien und in dieser Funktion verantwortlich für die Umsetzung des mäeutischen Pflege- und Betreuungsmodells. Sie schrieb ihre Masterthesis über die Mäeutik. Sie beschreibt wie aus dem philosophische Dialog bei Sokrates ein ‚Dialog im Team‘ wird. Thema dieses Dialogs ist das Leben und wie es gelebt werden soll, bezogen auf die Lebens- und Berufswelt Pflegeheim. Es geht um Empfindsamkeit für die Erlebenswelt der betreuten Bewohnern. neben Kenntnissen und Fertigkeiten ist die eigene Erfahrungs- und Erlebenswelt der Pflegenden und Betreuenden eine wichtige Quelle des Verständnisses.

(2005) Caroline Dekoninck und Cora van der Kooij. Freibeuter im Pflegeheim. Ein lästiger Bewohner als Lehrmeister im Loslassen’.

Was ist das, ein ‚lästiger Bewohner‘? Das ist ein Bewohner, der sich nicht um die Regeln schert, dem es gelingt, ganz er selbst zu bleiben. Solche Bewohner haben nicht die Absicht, sich Vorschriften und Routinen unterzuordnen. Es sind die Mitarbeiter, die die Wünsche und die Gewohnheiten des Bewohners zu berücksichtigen lernen. In diesem Büchlein erzählt die Pflegemanagerin Caroline Dekoninck die Geschichte eines solchen Bewohners: Teun, ein alter Mann, der tagsüber schlief und nachts herumstreunte. Es dauerte durchaus eine Weile, bis jeder seinen Lebensstil akzeptiert hatte. Caroline berichtet auch von ihrer Rolle als Wohnbereichsleiterin. Ihrer Meinung nach ist jeder Bewohner einzigartig. Immer wieder gibt es Situationen, die den Mitarbeitern erst einmal widerstreben. Sie erzählt voller Humor und zugleich auch sehr klar, was sie von ihren Mitarbeitern erwartet: abstimmen, anpassen, akzeptieren und erleben wie diese Aufgeschlossenheit auch für die selbst einen Mehrwert bringt.